Angebotskonzepte

Teilhabe für Familien

Um Kindern Chancengerechtigkeit einzuräumen, schafft das Familienzentrum neue Angebotsstrukturen. Die Arbeit von Emma und Paul reagiert auf die zunehmend komplexer werdende Alltagswirklichkeit von Familien, die im Umfeld der Gemeinden Emmaus und St. Paulus häufig geprägt ist von sozialer Benachteiligung und Armutserfahrung. Die Gemeinden liegen im Süden Langenhagens unmittelbar an der Stadtgrenze zu Hannover. Die Ortsteile werden isoliert durch Verkehrsnetze und Gewerbegebiete. Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund liegt in beiden Kitas zwischen 60 und 70 %.

Vernetzung des Familienzentrums im Stadtteil

Feste Gruppen-Angebote vormittags und in den Abendstunden bieten im Rahmen der Erwachsenenbildung Eltern kostengünstig die Möglichkeit, Kenntnisse auszubauen oder im Umgang mit Babys Sicherheit zu gewinnen. Ergänzend dazu bewährten sich die die offenen Nachmittage. Der Grundgedanke, ohne Anmeldung und feste Kursgebühr zu einem fixen Zeitpunkt da zu sein, wird gut angenommen. In der Gruppenstruktur durchmischt sich ganz unproblematisch eine feste Kerngruppe, die regelmäßig kommt, miTeilnehmenden, die sporadisch vorbei schauen.

Kurskonzepte

Das Familienzentrum versucht zunehmend, dem Prinzip der Partizipation Raum zu geben. Der ganzheitliche Ansatz hat zwei Standbeine, zum einen wollen wir Eltern Orientierung und Raum zum Austausch geben, zum anderen die Interaktion der Kinder – altershomogen sowie im Geschwistermodell auch bewusst altersdifferenziert – fördern. Dies hat uns dazu bewegt, sämtliche Kurskonzepte im Haus selbst zu entwickeln. Für den offenen Nachmittag sowie die Babykurse wurden eigene Konzepte neu entwickelt und für die Kursleitung Materialien angeschafft. Diese Konzepte sind zum Tragen gekommen.

Angebote des Familienzentrums Emma und Paul

Das Familienzentrum kommt zu den Menschen in den Stadtteil und bietet das Angebot gleich an drei Standorten an: im Familiencafé der Paulusgemeinde (Ada-Lessing-Platz 7), der Emmauskirche (Sonnenweg 17) und in Kooperation mit dem Quartierstreff Wiesenau (Freiligrathstr. 13a). Ein besonderes Anliegen ist uns, Familien in unterschiedlichen Lebensphasen zu begleiten. In diesem Kontext stehen Babygruppen mit festen Anmeldungen, die vormittags stattfinden, so dass wir bereits in der Startphase einer neuen Lebenssituation Kontakt zu den Familien aufnehmen.

Das offene Angebot richtet sich an Babys bis Kinder im Grundschulalter. Eine Kursleiterin mit pädagogischem Hintergrund hat Spiele oder Aktivitäten vorbereitet und steht den Eltern mit Tipps und Anregungen zur Seite. Dabei ist eine Altersgruppe im Mittelpunkt, Geschwister sind immer herzlich willkommen. Montags und Mittwochs stehen Babys im Alter von 0 bis 24 Monaten im Vordergrund. Alterstechnisch wurden die Gruppen an die zumeist genutzte Elternzeitlänge der Eltern angelehnt (bis 2 Jahre). Während Babys sich selbst und ihre Eltern entdecken wollen, möchten Kinder die das Laufen gelernt haben die Welt entdecken. Ihre Neugierde steht dienstags im Fokus. Mittwochs haben die älteren Kinder ab 4 oder 5 die Möglichkeit in unserer Zirkusgruppe ihre Ideen einzubringen und ganz neue Bewegungen auszuprobieren. Trotz unterschiedlicher Schwerpunkte bieten alle Nachmittage Anregungen zu Fein- und Grobmotorik, Kreativität, Erkundung, Gesang und Spiel sowie das Miteinander.
Der Donnerstagnachmittag im Quartierstreff richtet sich hauptsächlich an Kinder der Grundschule und ihre Geschwister.

Veranstaltungen

Auch in unserem Veranstaltungsbereich greifen die Beziehungen, die wir über unsere Arbeit aufbauen. Hier können gezielt Themen vertieft werden, die sich im wöchentlichen Programm nur am Rande behandeln lassen. Familien mit Kindern sind mit spezifischen Fragen, Anliegen oder Problemen in ihrem Lebensumfeld konfrontiert, aber auch ältere Menschen suchen Gesellschaft und wollen sich einbringen. Der Veranstaltungsbereich bietet Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sowie der Beratung und Information. Anders als in den wöchentlichen Gruppen kommen hier auch religiöse Inhalte zum Tragen.